Gute Morchel vs. schlechte Lorchel


Ein Klassiker unter den Fragen lautet oft lecker Morcheln oder doch die giftigen Lorcheln? Die wichtige Frage zu den Unterschieden ist im Grunde schnell beantwortet, aber dennoch notwendig. Lorcheln der Gattung Gyromitra enthalten, wie der Name es schon erahnen lässt, das leber- und nierenschädigende Gift Gyromitrin. Ich beziehe mich auf die klassische Verwechslungsmöglichkeit der Frühjahrslorchel und der Speisemorchel.

 

Speisemorchel - Morchella esculenta

  • Hut: wabenartig, hohl
  • Stiel: beige, weißlich, hohl
  • Farbe: beige, gelblich
  • Boden: kalkhaltig
  • Geruch: aromatisch, pilzig
  • Habitat: Auwälder, Bachtäler, Seeufer, Wiesen

 

Giftige Lorchel - Gyromitra esculenta

  • Hut: hirnartig gewunden, nicht vollständig hohl
  • Stiel: weißlich, hohl
  • Farbe: bräunlich, rötlich-braun
  • Boden: sauer
  • Geruch: frisch, würzig
  • Habitat: bei Kiefern oder Fichten, sandige Böden

Links die Morchel mit hellen, warmen Gelbtönen und der wabenartigen Struktur bei Löwenzahn und rechts die Frühjahrslorcheln mit ihren rotbräunlichen Farbtönen und ihren hirnartigen Windungen, beim Huflattich. Achtet man nun auch noch auf die Umgebung des Pilzes, ist eine Verwechslung kaum noch möglich. Vorsicht auf Rindenmulch, dort können Morcheln und Lorcheln wachsen. Die Morcheln von öffentlichen Mulchflächen würde ich persönlich nicht essen (Hund und Katzen). Mehr über Morcheln auf Rindenmulch gibt es im weiter unten verlinkten Text. Es lohnt sich aber trotzdem, im Frühling auf solchen Plätzen die Augen aufzuhalten. Denn solche Plätze sind oft wärmebegünstigter, weil meistens keine Bäume in der Nähe stehen, die die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres vom Boden fernhalten. Sprich, wenn da die ersten Morcheln wachsen, geht es in den Auwäldern ein bis zwei Wochen später auch los. Bei Fragen oder Anregungen, wendet Euch einfach an Pilzsachverständige, diese bieten auch manchmal geführte Pilzwanderungen an.

 

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