Pilztagebuch - 3. Quartal 2021


Juli * August * September

 

14.07.2021 - Lange Zeit gab es nichts aber ganz langsam kann man wieder Pilze suchen und auch finden. Es wir noch ein paar Tage dauern und dann kann man nur hoffen, dass die Schnecken ihr Fresstempo nicht noch steigern und uns einige Fruchtkörper stehenlassen. Momentan habe ich noch Urlaub und werde täglich schauen, wo es frische Pilze gibt. Ich bin gespannt, was es morgen zu finden gibt.

 

15.07.2021 - Jetzt kommt etwas Abwechslung auf den Plan. In den Parkanlagen wird es zunehmens bunter und obwohl es in den Wäldern noch eher trostlos mit den Pilzen ausschieht, werde ich morgen zu einer Exkursion aufbrechen. Ich habe mir ein schnönes Zielgebiet ausgesucht und bin sehr gespannt, was es dort zu finden gibt. Ich war in dieser Gegend zwar schon öfter unterwegs, aber noch nie im Hochsommer nach ausgiebigen Regen.

 

20.07.2021 - In den letzten Tagen war ich auch wieder täglich unterwegs, aber so wirklich spannend war es nicht. Jedenfalls was das Finden von Pilzen anbelangt. Eigentlich dachte ich, dass es in den Waldtypen auf schweren Böden erfolgreicher laufen würde, aber dem war nicht so. In den fast schon wieder ausgetrockneten Wäldern auf Sandboden konnte man wenigstens ein paar frische Pilze finden. Wie wenige Sommer-Steinpilze, Täublinge und vereinzelnd mal einen Pfifferling oder einen Hexenröhling. Die besten Funde waren kleine violette Becherlinge (Peziza gerardii) und drei grüngefelderte Täublinge (Russula virescens). Wie so oft brauchen wir Regen im Nordwesten von Mecklenburg-Vorpommern. Vielleicht bekommen wir am kommenden Wochenende etwas Niederschlag ab. Bis dahin bleibt wohl erst einmal alles auf Sparflamme.

 

25.07.2021 - Seit Langem war es heute mal wieder etwas abwechslungsreicher in den Wäldern. Ich konnte mehr verschiedene Arten sehen als in den letzten 3 Monaten zusammen. Allem voran waren heute die Perlpilze sehr präsent und begleiteten einen von Anfang bis zum Ende. Zwischendurch immer wieder ältere Steinpilze, aber dafür putzten sich die flockenstieligen Hexenröhrlinge so richtig raus. Solche schönen, kompakten und wirklich makellosen Exemplare habe ich noch nie zuvor gesehen, von allen Seiten sahen sie aus wie gemalt. Wer Speisepilze sammelt, hätte sich dort seinen Korb mit den schönsten Pilzen dieser Art füllen können. Etwas bunter ist es nun durch verschiedene Täublinge auch wieder. Viele kleine Pfifferlinge saßen in den Startlöchern und warten nur noch auf ie ersehnten Niederschläge. Mein Urlaub ist nun zwar erst einmal wieder vorbei, aber dieses Waldgebiet werde ich unter der Wochen erneut besuchen und werde von dieser Lokalität auch paar Bilder machen, um sie hier in einem extra Beitrag zeigen. Die heutige Tour mir wieder etwas Zuversicht beschert, die letzten Touren seit dem Frühling waren ja sehr frustrierend und langweilig.